Schlossgaststätte Unterelkofen
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Die Schlossgaststätte mit Biergarten liegt unterhalb der Burg Elkofen südlich von Grafing. Die einzige erhaltene Burganlage im Landkreis Ebersberg und besterhaltene Oberbayerns gehört seit 1664 mit einer Unterbrechung von 1733 bis 1870 den Grafen Rechberg und Rothenloewen, deren Familie die Fliehburg heute noch bewohnt.

Wissenswertes zur Burg:

Der Bergfried wurde zwischen 928 und 935 als einzeln stehender Wohnturm errichtet. Die Burg diente seit der Zeit der Ungarneinfälle mehr dem Schutz der Bevölkerung als der Beherrschung der eher ärmlichen, waldreichen Umgebung. Kaiser Otto erkaufte damals mit hohen Lösegeldzahlungen eine kurze Friedenszeit, bevor durch den Sieg bei der Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg 955 dem Ungarnsturm Einhalt geboten wurde.

Die Burg, die um das Jahr 1000 dem Grafen Sempt-Ebersberg  gehörte wird 1047 erstmalig urkundlich erwähnt, als sie nach dem Tod des kinderlosen Grafen Adalbero III. mit Landgut an das Benediktinerkloster Ebersberg übergeht und erweitert wird.

Von 1383 bis 1516 befand sie sich im Besitz der Wittelsbacher (Herzöge von Bayern), die sie als Jagdschloss benutzten und das Hochschloss im gotischen Stil ausbauen ließen. Herzog Stefan III. von Bayern-Ingolstadt wird  nach Teilung des Hauses Wittelsbach neuer Burgherr bis sein Bruder Stefan sie 1439 ohne Gegenwehr in Besitz nimmt. Auch nach der Wiedervereinigung Bayerns durch Albrecht IV. von Bayern-München wechselte die Burg in den folgenden Jahrhunderten mehrmals den Besitzer.

Die Burg liegt so versteckt in der Landschaft, dass sie von den Schweden übersehen wurde, als diese 1632 im Dreißigjährigen Krieg  plündernd durch die Gegend zogen.

Von 1664 bis 1732 war Elkofen Besitz der Grafen von Rechberg, die den Unteren Hof, Ostflügel und Tore umbauen ließen und die Kapelle in die Burganlage miteinbezogen. 1680 erhält die Georgskapelle einen neuen Altar und eine Ausstattung im oberbayerischen Barockstil. Der ältere Altar des Meisters von Rabenden gehört heute zu den Beständen des Bayerischen Nationalmuseums.

Ein Kreuzpartikel, gestiftet von der Herzogin von Northumberland machte die Kapelle zum Wallfahrtsort. Votivbilder aus den Jahren von 1740 bis 1790 zeigen, dass sich das Aussehen der Burg seither kaum noch verändert hat.

Der Landschaftsarchitekt und Stadtplaner Friedrich Ludwig von Sckell (1750 - 1823), Mitgestalter des englischen Gartens  in München legte unter dem Schlossherrn Joseph von Hazzi um 1800 den Schlossteich an und gestaltete die Gartenanlage im englischen Stil.

Außenanlage und Innenhof der Burg sind öffentlich zugänglich. Die Burg selbst als Wohnsitz der Grafen von Rechberg kann normalerweise nicht besichtigt werden.

Copyright Schlossgaststätte Unterelkofen, Grafing